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Eine Kunstausstellung im Wohnzimmer. Was sich erst einmal ungewöhnlich anhört ist die Prämisse des Online-Kunsthandels. Besonders im vergangenen Jahr ist dieser aufgrund der Schließungen von Galerien laut Berichten der UBS und Art Basel um das doppelte gewachsen. Nicht nur für Galeristen und Käufer*innen, sondern auch für Künstler sind online Plattformen zu einem beliebten Ausstellungsort geworden. Zu diesen Kreativen zählt auch …

 

Lena Krashevka

 

Mehr als nur ein Motiv: Für Lena Krashevka sind Kunstwerke ein Instrument, um Emotionen hervorzurufen und zum Nachdenken anzuregen. Bekannt ist die deutsche Künstlerin besonders für Gemälde von Frauen, die die Abbildung von weiblicher Schönheit mit metaphorischen Botschaften vereint. Mit ihnen hat sie sich besonders in Deutschland bereits so einige Ausstellungsplätze sichern können.

 

 

Steve White

 

Als Künstler ist Steven White auch über die Grenzen seines Heimatlandes bekannt. So hat der Maler aus den Niederlanden speziell im Vereinigten Königreich an einigen Ausstellungen teilnehmen dürfen. Besonders prägnant ist sein Mix von realistischen und abstrakten Arbeiten, wobei sich beide Welten häufig überschneiden. 

 

 

Hugo Pondz

 

Fragen aufwerfen, statt Antworten liefern: So lautet die Devise des belgischen Malers Hugo Pondz, der mit seinen Arbeiten auch auf internationaler Ebene bekannt ist. Besonders kennzeichnend für seine Bilder ist das Spiel mit Raum und Architektur durch das er einzelne Protagonisten besonders in den Vordergrund rückt. Für ihn von Bedeutung sind dabei die Einflüsse der Künstler Edward Hopper und Giorgio de Chirico, die in seinen Arbeiten häufig wiederzuerkennen sind.

 

 

Wie unterscheidet sich also der online Kunstmarkt von seiner traditionellen Alternative? Marion Sailhen, die leitende Kuratorin und Ausstellungsmanagerin der digitalen Gallerie SINGULART, die die oben gezeigten Künstler vertritt, erklärt es wie folgt: „Der größte Unterschied ist das Setup. Während traditionelle Galerien die Kunstwerke vor Ort haben, diese wenigen Stücke zeigen und sie von dort aus versenden, kann auf einer Online-Galerie wie SINGULART ein unglaublich breites Spektrum an Kunstschaffenden und Kunstwerken entdeckt werden, von den Gemälden einer chilenischen Künstlerin bis hin zu den Skulpturen eines japanischen Bildhauers.“ Dabei sieht sie auch in Sachen Preistransparenz eine positive Entwicklung: „Die Digitalisierung des Kunstmarktes brachte die Preistransparenz mit sich, und dies ist ein großer Wendepunkt in der Art und Weise, wie die Leute Kunst betrachten. Manche dachten früher, dass es unter 10.000 Euro nicht wirklich tolle oder investierbare Kunstwerke gibt, und jetzt können sie Kunst finden, die ihnen gefällt und zudem ins Budget passt.“

Wichtig ist es allerdings, den online-Markt nicht als rivalisierenden Gegenspieler der klassischen Galerien zu betrachten, sondern als ihr Pendant zu verstehen, „der digitale Markt ist genauso bedeutsam wie der klassische und bis jetzt existieren sie parallel ohne Kannibalisierung des jeweils anderen. Denn mit dem digitalen Kunstmarkt traten auch neue digitale Kunstsammler in den Markt ein“.

Abschließend stellt sich die Frage wie man Künstler nach einem solch harten Jahr am besten unterstützen kann, sowohl online als auch offline. Sailhen rät, „Ihre Kunst kaufen, verschenken, teilen und sichtbar machen. Wagen Sie sich aus der eigenen Komfortzone um neue Kunst, Kunstschaffende, Stile und Werke zu entdecken.“