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Where Cars Meet Fashion

 

Schon einmal hat der Modedesigner Paul Smith einen Mini gestaltet, damals mit den typischen Paul-Smith-Streifen. Diesmal ist Weglassen das neue Extra. Dahinter steckt: Nachhaltigkeit.

Wenn Paul Smith ein Projekt anfasst, dann ist eines sicher: Das Ergebnis soll Spaß machen. »Classic with a twist« nennt der © MINIBrite das. Was genau er damit meint, zeigt er in der Herrenmode: konventionell geschnittene Hemden, aber mit floralen Mustern; konservative Anzüge, aber aus farbigen Stoffen. Und dann natürlich die Socken mit den farbigen Streifen – sein Markenzeichen. Nun hat Smith sich darangemacht, einen Mini zu gestalten. Das Ergebnis ist durchaus überraschend. Denn vor mehr als zwanzig Jahren hatte er sich der Aufgabe schon einmal gestellt und die erwartbaren Streifen prominent inszeniert. Quer über die ganze Karosserie. Doch die Zeiten haben sich geändert. Diesmal ist es ein Elektro-Mini und der Designer setzt auf Reduktion, daher der Name: Mini Strip. ©MINIAlles, was nicht zwingend nötig ist, wurde weggelassen. Dazu gehören auch die Farben. Das Stahlblech der Karosserie wurde nur mit Klarlack überzogen. Werkseitige Schleifspuren bleiben sichtbar, »perfekte Imperfektion« nennt Paul Smith das. Das Interieur ist aus Kork und Kunststoff gefertigt, Kühlergrill und Radkappen bestehen aus Plexiglas, alles ist recycelt. Doch die Wiederverwertung ist damit noch nicht zu Ende. Das Design macht an jeder Stelle deutlich, wie leicht das Fahrzeug am Ende seiner Nutzungsdauer in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden kann.

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