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Home Story: Attico mit Ausblick

Rom (Italy)

Residieren hoch über der Ewigen Stadt: Mit sicherer Hand und unverwechselbarem Charme stylte die Designerin Cristina Celestino den Wohnsitz einer Jetset-Hochzeitsplanerin im noblen Viertel Parioli – und setzte dabei auf die vitalisierende Wirkung der Farbe Grün.

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Cristina Celestino, Stern des ­ ita­ lienischen Designs mit einem eigenen Studio in Mailand, im weitläufigen Entree des Apparte­ ments. Auf dem Boden helle Traver­ tinflie­ sen, an der Wand eine geprägte Tapete (Élitis) über einem satinierten Messing­ sockel. Die Konsole mit einer Platte aus orangefarbenem Onyx schuf Celestino, ebenso die Vase Florilegio (Attico Design).

Für eine Hochzeitsparty lässt Diana Sorensen schon mal Hunderte von Zitronenbäumen pflanzen, Blumenbeete auf gedeckten Tafeln sprießen oder gleich eine ganze italienische Piazza inklusive aller angrenzenden Geschäfte umgestalten. 

Die gebürtige Amerikanerin ist eine der gefragtesten Hochzeitsplanerinnen weltweit und liebt den italienischen Lifestyle mit all seiner Grandezza und Opulenz, seitdem sie als Kind mit ihrer Familie regelmäßig die Sommerferien auf Capri verbrachte. Ihr römischer Wohnsitz im Stadtteil Parioli ist eine 530 Quadratmeter große Endetage eines rationalistischen Baus aus den 1930er-Jahren.

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Das Panoramafenster im Salon bietet einen grandiosen Blick auf den Stadtteil Parioli. Davor wuchern in die Travertin-Fensterbank eingelassene Grünpflanzen – und verbinden sich in der Ferne mit den Schirmpinien der Nachbarschaft. Ein perfekter Platz für die Rattansessel Colette von Cristina Celestino (Maison Matisse) und den Couchtisch Epic von GamFratesi (Gubi). Bogenleuchte Model 2129 von Gino Sarfatti (Neuauflage von Flos nach dem Originalmodell von ­ Arteluce).
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Im Wohnzimmer setzt sich das Signature-Grün als zarter Pistazienton an den Wänden fort. Das spektakuläre Sofa ­ Camaleonda von Mario Bellini (B&B Italia) fand in einer ver- spiegelten Nische Platz. Der Teppich Envolée (cc-tapis) im gleichen Farbton ist ein Entwurf Celestinos, ebenso wie der ­ Sessel Peonia (Pianca) und der Couchtisch aus Holz und Travertin. Links: Leuchte Lesbo von Angelo Mangiarotti (Artemide).

Das Appartement, umgeben von Parks und Gärten die Villa Borghese liegt gleich ums Eck, bietet der gebürtigen New Yorkerin die perfekte Möglichkeit, Privatleben und Arbeit miteinander zu verbinden. Ihre Klienten, viele davon aus den USA, die sich von ihr die perfekte Hochzeit, den einzigartigen Geburtstag, ein Jubiläum an der Amalfiküste oder auf einer Jacht planen lassen, werden in einer Umgebung empfangen, die zugleich luxuriös und modern ist. 

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Blicke in die Küche lassen sich vom maßgefertigten Ledersofa aus erhaschen (neben dem Esszimmer). Den extravagan- ten Couchtisch fertigte ­ Cristina Celestino aus drei Lagen Traver- tin und Sockel­ umman­ telungen aus gehämmertem Kupfer. Die Wand­ leuchte Jolie stammt von Federica Biasi (Gallotti&Radice). Hocker Pouffe (Gubi).

Für deren Gestaltung hat Diana Sorensen die Architektin und Designerin Cristina Celestino beauftragt. Die Mailänderin hat bereits Flagship-Stores für Sergio Rossi gestaltet, Möbel für Fendi und Moooi entworfen und mit dem Interieur des Luxushotels Palazzo Avino in Ravello auf sich aufmerksam gemacht. Sie zitiert mit ihrer einzigartigen Gestaltungssprache gern Farben und Formen aus der Mode und setzt sie mutig und feminin in Accessoires, Möbeln und – wie für Diana Sorensen in ganzen Räumen um. 

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Wie ein Hochzeitsschleier: Zartblaue Voilevorhänge hinter dem Esstisch filtern sanft die kraftvolle römische Sonne.
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Der helle Travertinboden auf der Dachterrasse sowie die Balustrade aus Glas und Metall sind Elemente der Originalarchitektur. Inmitten von Orangenbäu- men, Rosmarin und traditionellen Tonvasen (Fornace Brioni) sonnt man sich auf den Sesseln Bohemian 72 von Gabriella Crespi (Gubi).
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Hinter den blauen Türen im weitläufigen Eingangsbereich verbergen sich Kleiderschränke.
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Das Ankleidezimmer des Hausherrn strahlt mit walnussfurnierten Fronten, Marmorplatte und Messinggriffen einen Hauch von englischer Klubeleganz aus.

»Bei meinem ersten Besuch hier war ich vom Tageslicht beeindruckt, das durch die riesigen Räume flutet, und von den großen Fenstern, die den Blick nach draußen zu rahmen scheinen. Um die Beziehung zwischen der Landschaft und diesem sonnigen Ort hervorzuheben, habe ich die Farbe Grün gewählt, die sich durch das ganze Appartement bis hin zu den Pflanzen auf den Fensterbänken zieht«, erklärt die Architektin.

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In der offenen Küche erin- nert der grün-gold geäderte Quarz­ stein der Arbeitsplatten und des imposanten Tresens an die changierenden Töne des Mittelmeeres. Bei der Gestaltung des Raumes mit seinen Einbauschränken aus heller Eiche und Türen aus Wiener Geflecht arbeitete Celestino mit dem däni- schen Küchendesigner-Duo Simonsen & Czechura zusam- men – und schuf hier eine ­ zeitlose Zen-Atmosphäre mit großstädtischer Raffinesse.
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Im Ankleidezimmer von Diana Sorensen konnte die Innenarchitektin ihrer Vorliebe für Make-up-Töne und kurvige Formen freien Lauf lassen: Rosa, Pistaziengrün und ­ blasses Grau machen den Raum ultrafeminin. Kommo- den mit lederbezogenen Schub­ laden und satinierten Messing­­ griffen verströmen Luxusflair. An Metallbügeln lassen sich Kleidungsstücke wie in einer Boutique präsentieren. Die geflieste Bank ­ kaschiert den Heizkörper. ­ Zugleich ist sie der ideale Platz, um den Blick über die Dächer Roms schweifen zu lassen – sofern die zarten Vorhänge (Rubelli) nicht die grelle Mittagssonne dämpfen.

Sie ließ edle Böden aus kühlem Travertin und warmer Eiche verlegen, Wände in zartem Pastell streichen und Nischen mit Spiegeln auskleiden. Messingleuchten bilden glänzende Kontrapunkte zu nugatbraunem Leder. Und in der Küche leuchtet ein Block aus blaugrünem Quarz wie das Meer um Capri. Viele der Möbel, die sie für die Einrichtung verwendete, stammen aus ihrer eigenen Kollektion.Sie stellte sie modernen Klassikern wie dem voluminösen Sofa Camaleonda von Mario Bellini zur Seite und ergänzte sie mit maßgefertigten Stücken. 

»Der große Esstisch, das Duo aus kleineren Tischen vor der Sitzbank und der Couchtisch neben dem Sofa bieten einfache, aber skulpturale Volumen und spielen eine wichtige Rolle in dem übergroßen Raum«, beschreibt Celestino ihre Komposition im Esszimmer und ergänzt: »Da wirklich jeder Raum einen wunderschönen Blick auf Rom bietet, habe ich außer dem überall lange, schmale Bänke aus Travertin vor den Fenstern ­ aufgestellt.« Eine gelungene Maßnahme, findet auch die glückliche Bewohnerin Diana Sorensen. Denn obwohl das Apartment unbestritten spektakulär ist, bleibt der Star hier natürlich die italienische Hauptstadt.

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Im Master-Bedroom fühlt man sich dank maulwurfsgrauem Teppichboden und graubraunen Wandpaneelen aus strukturier- tem Gips wie in einer Höhle. Die Leuchte Floatation (Ingo Maurer) und das beerenfarbige Bett Plumeau von Cristina Celestino (Gervasoni) kommen vor dem homogenen Hinter- grund groß raus. Weder Kunst noch Designgadgets stören das minimalistische Ensemble.
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Frische Akzente in Weiß setzen der Sessel Loll von Paola Navone (Gervasoni) und die blattförmige Stehleuchte Arum (ferm Living). Im Hintergrund das Bad – auch hier erinnert Quarz in einem gedeckten Petrol- ton an die Farben des Meeres.

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