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Hinter den barocken Fassaden Siziliens

 

Es ist alles wie im Film: die verschnörkelte Fassade, die kunstvollen Keramikfliesen auf dem Boden, Palmwedel, prachtvoll verzierte Wände. Doch die schöne Sizilianerin, die sich durch die vielen Fluchten des Palazzo aus dem 19. Jahrhundert bewegt, ist nicht Claudia Cardinale in der Rolle der Angelica aus Luchino Viscontis Meisterwerk Der Leopard, sondern Marcella, Lehrerin aus Modica. Sie hat dieses Haus an der Hauptstraße, auf halbem Weg zwischen den Kirchen San Giorgio und San Pietro, geerbt: »Meine Großeltern hatten den Palazzo in den 1940er-Jahren gekauft, aber sie fanden ihn zu ungemütlich, um darin zu wohnen. Also haben sie ihn nach dem Krieg an eine Tanzschule vermietet und die blieb für lange Zeit hier«, erzählt die heutige Besitzerin.

Als Marcella den Palazzo schließlich selbst beziehen wollte, empfand auch sie die Atmosphäre der durch Zwischentüren miteinander verbundenen, üppig eingerichteten Zimmer als beklemmend und bat zwei Profis um Hilfe, die ihr bei der Modernisierung der historischen Räume helfen sollten: Valentina Giampiccolo und Giuseppe Minaldi vom in Ragusa ansässigen Architekturstudio Gum.

 

Lesen Sie diesen Artikel in der Ausgabe 2 der IDEAT, erhältlich ab dem 23.06.2021.