Kunst meets Stuck und Beton

 

Tadao Ando verwandelte die historische Börse in Paris in einen Museumspalast für die Sammlung François Pinault. 

Auch ein Milliardär muss sich manchmal in Geduld üben. Ursprünglich nämlich wollte François Pinault, zu dessen Holding neben dem Auktionshaus Christie’s auch Gucci, Balenciaga, ein Fußballverein und ein Weingut gehören, sein eigenes Museum bereits im Sommer 2020 mit großem Pomp in der Bourse de Commerce, der alten Börse, eröffnen. Die Pandemie kam ihm dazwischen. Jetzt endlich darf der bretonische Geschäftsmann das Portal des Baudenkmals aufschließen. Im Herzen von Paris, nur einen Spazierweg von Centre Pompidou und Louvre entfernt, präsentiert er nun seine Sammlung mit mehr als 5000 Arbeiten von rund 380 Künstlern, darunter Konvolute von Andy Warhol, Damien Hirst und Jeff Koons. 

©Marc Domage

 

©Henry Roy29 Meter Durchmesser hat die Sichtbeton-Rotunde, die Tadao Ando in den Kuppelbau von 1889 platzierte. Dabei ließ er die historischen Arkaden der Innenfassade unangetastet, ebenso wie den original Terrazzo-Boden.

Der japanische Architekt Tadao Ando, Baumeister des Betonzylinders, baute auch schon den Palazzo Grassi und die Punta della Dogana in Venedig für den Großsammler Pinault zu Kunstzentren um.

Den Betonzylinder krönt ein Rundweg, der neue Blicke
auf das Kuppelgemälde erlaubt. Das zeigt den Handel Frankreichs mit Europa, Asien, Afrika und Amerika.

 

 

BOURSE DE COMMERCE PINAULT COLLECTION.
2 rue de Viarmes, Paris. boursedecommerce.fr