Zwischen den Hügeln Liguriens und dem glitzernden Blau des Meeres liegt Genua – seit neustem offiziell auf der Liste der spannendsten Städte 2025. Inmitten dieser Aufbruchsstimmung öffnet die Villa delle Peschiere ihre Tore für Life in Transit, die erste große Einzelausstellung des britischen Malers James Hawke.
Bekannt wurde der Künstler mit seiner Poolside-Serie: Szenen von Stränden, Promenaden und Pools, in denen Körper, Architektur und Licht in flächige Farbflächen und rhythmische Wiederholungen übersetzt werden. Für Genua hat Hawke ein augenzwinkerndes Experiment gewagt: Figuren aus Cambiasos Fresken tauchen plötzlich an einer Strandpromenade auf – Renaissance trifft Sonnencreme.

„Mich interessiert der Moment zwischen Bewegung und Stillstand“, sagt Hawke. „Die Schwelle, an der sich eine Szene in Erinnerung verwandelt.“



Bis letztes Jahr war die im 16. Jahrhundert von Galeazzo Alessi entworfene und von Renaissancegrößen wie Luca Cambiaso ausgestaltete Villa ein verborgenes Juwel. Heute dient sie als Bühne für den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Freskierte Salons, geschnitzte, reich verzierte Decken – und mittendrin Hawkes zeitgenössische Figurenwelten.
Kuratiert von James Marshall entfaltet sich die Schau über den Piano Nobile bis hinauf in die oberen Galerien, als würde man durch ein Kaleidoskop aus Geschichte, Architektur und Gegenwart blicken. Und wer danach weiter durch Genua streift, entdeckt, dass die ganze Stadt in diesem Sommer wie eine Galerie wirkt – von der Biennale über Konzerte im Hafen bis hin zu digitalen Installationen in alten Industriehallen.


Life in Transit läuft noch bis zum 21. September 2025 in der Villa delle Peschiere,
Via S. Bartolomeo degli Armeni 5, Genua.