Das Nederlands Fotomuseum zieht in das renovierte Santos Warehouse in Rotterdams Rijnhaven-Viertel. Die neue Heimat bietet Platz für die nationale Sammlung von über 6,5 Millionen Objekten und schafft gleichzeitig Raum für Ausstellungen, öffentliche Programme und die Arbeit hinter den Kulissen.
Das monumentale Gebäude, ursprünglich als Kaffee-Lager errichtet, kombiniert historische Architektur mit modernen Eingriffen wie einem zentralen Atrium und einer markanten Aluminiumkrone auf dem Dach. Das Santos Warehouse beherbergt Büros, das Restaurant ZES mit Panoramablick über Rotterdam und 16 Kurzzeitapartments. Die Renovierung wurde von den Hamburger RENNER HAINKE WIRTH ZIRN Architekten und WDJARCHITECTEN aus Rotterdam geplant und von Burgy Bouwbedrijf aus Leiden umgesetzt.

Die neun Etagen des Museums sind nach höchsten Standards für Fotografien ausgestattet. Auf der zweiten und dritten Etage zeigen Klimavitrinen und offene Depots nicht nur die Sammlung, sondern auch die Arbeit hinter den Kulissen: Restauratoren, Archivare und Forscher werden sichtbar. Fragile Negative lagern bei vier Grad Celsius und können in wechselnden Präsentationen betrachtet werden.

Die Gallery of Honour auf der ersten Etage erzählt die Geschichte der niederländischen Fotografie. 99 ikonische Werke von Anton Corbijn, Dana Lixenberg, Ed van der Elsken, Rineke Dijkstra und anderen führen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Interaktive Elemente und eine Zeitleiste erklären Technik und Entwicklung des Mediums.

Auf den oberen Etagen entstehen wechselnde Präsentationen aus der Sammlung und temporäre Ausstellungen für neue Talente. Die Eröffnungsausstellungen „Awakening in Blue: An Ode to Cyanotype“ und „Rotterdam in Focus: The City in Photographs 1843 – heute“ verbinden historische Perspektiven mit zeitgenössischen Positionen und laden zu einer visuellen Entdeckungsreise ein.
Das Erdgeschoss ist das Wohnzimmer des Museums. Bibliothek, Museumsshop, Empfang und die Koffiebar Santos mit eigens geröstetem Kaffee schaffen eine offene, einladende Atmosphäre. Ein analoger Photoautomat erlaubt Selbstporträts in fünf Minuten.
