In Berlin wurde zum 4. Mal der Rimowa Design Prize verliehen. Nicht nur die Jury staunte über die außergewöhnlichen Ideen der Finalisten.
Wie sehen die Alltagshelfer der Zukunft aus? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Jury des Rimowa Design Prize bei der Auswahl der diesjährigen Gewinnerprojekte. Angesichts der Vielfalt und Qualität der Einreichungen von 40 deutschen Hochschulen fiel die Entscheidung den prominenten Juror:innen – darunter Industriedesigner Konstantin Grcic und die Berliner Designerin Hanne Willmann – alles andere als leicht.


Sieben Projekte von Nachwuchsdesigner:innen schafften es schließlich ins Finale. Im Mittelpunkt standen dabei Themen, die eng mit der Philosophie von Rimowa verbunden sind: Innovation, Mobilität und langlebiges Design.

Zu den Finalisten gehörte unter anderem eine kleine Vogelfigur, die Einsamkeit im Alter entgegenwirken soll. Treffen zwei Menschen aufeinander, die die Figur bei sich tragen, beginnt sie zu piepsen – als spielerischer Impuls, miteinander ins Gespräch zu kommen. Ebenfalls ausgezeichnet wurde ein futuristisch anmutender, mobiler Bienenstock, der durch wandernde Bienenvölker fragile Ökosysteme stabilisieren soll.

Den ersten Platz belegte schließlich „NURA“, ein Hightech-Armband von Samuel Nagel und Paul Feiler. Das Gerät soll die Kommunikation zwischen gehörlosen und hörenden Menschen erleichtern, indem es Gestik und Mimik erfasst und in Sprache sowie Text übersetzt.

Eine besondere Auszeichnung erhielt außerdem Niklas Henning von der Hochschule Magdeburg-Stendal gemeinsam mit Mentor Stefan Daniel für das Projekt „Paludi Harvester“ – ein neu entwickeltes Schilf-Erntesystem zur Wiederherstellung von Moorlandschaften.
