Bienvenue zurück: La Maison du Bassin ist wieder da!

Nach einer behutsamen Renovierung knüpft die Kultadresse auf Frankreichs Halbinsel Cap-Ferret an ihre lange Geschichte an– mit viel Charme, einer Prise Bohème und dem Gefühl, als wäre sie nie weg gewesen.

Café, Tanzsaal, Kino, Nachtclub, irgendwann Hotel: Das schwarz verschalte Holzgebäude im Quartier des Pêcheurs von Cap-Ferret, nur wenige Schritte vom ikonischen Leuchtturm entfernt, hat in den vergangenen hundert Jahren schon fast alles beherbergt. Bereits 1917 verbrachte Jean Cocteau hier seine Sommer, und bis heute haftet der Adresse ein jener lässige Bohème-Zauber an, der sich nicht inszenieren lässt.

Intime Adresse –abgeschieden inmitten ueppiger Vegetation liegt das zum Hotel umgebaute Holzhaus erbaut um 1917. Lamaisondubassin EmmaTournier 343
Intime Adresse –abgeschieden, inmitten üppiger Vegetation, liegt das zum Hotel umgebaute Holzhaus, erbaut um 1917. © La Maison du Bassin/Emma Tournier.

Genau darin lag die Herausforderung für Laurent de Gourcuff und Cédric Mermilliod. Die beiden Jugendfreunde haben La Maison du Bassin übernommen, ohne ihr den Charakter auszutreiben. Statt eines radikalen Neustarts setzen sie auf eine behutsame Weiterentwicklung. Architektin Delphine Rouge Parsat hat die 17 Zimmer mit bemalten Vertäfelungen, sorgfältig ausgewählten Vintage-Fundstücken und Bädern in verwaschenen Blau- und Grüntönen neu interpretiert. Das Ergebnis wirkt weniger wie ein durchgestyltes Designhotel als vielmehr wie das Ferienhaus einer ausgesprochen geschmackssicheren und vor allem sympathischen Familie – einer, bei der man nach dem Wochenende am liebsten gleich den nächsten Aufenthalt buchen würde.

Vintage Moebel natuerliche Materialien und und sorgfaeltig ausgesuchte Objekte praegen die 17 individuell gestalteten Zimmer. Lamaisondubassin EmmaTournier 320
Vintage-Möbel, natürliche Materialien und und sorgfältig ausgesuchte Objekte prägen die 17 individuell gestalteten Zimmer. © La Maison du Bassin/Emma Tournier.

Auf den Tisch kommt, was das Bassin d’Arcachon seit jeher auszeichnet: Seeigel-Tarama, knusprige Kabeljau-Krapfen, Foie gras, gegrillter Tintenfisch oder ein Black-Angus-Burger. Und wer bis dahin noch Platz gelassen hat, wird spätestens am Dessertbuffet schwach – schon nach wenigen Monaten schon eine kleine Institution.

A Table ab table – der Tisch ist hier Treffpunkt der Gaeste zum geselligen Beisammensein und Geniessen. Lamaisondubassin EmmaTournier 286
A Table, ab table – der Tisch ist hier Treffpunkt der Gäste zum geselligen Beisammensein und Genießen. © La Maison du Bassin/Emma Tournier.

Vielleicht ist genau das das Geheimnis von La Maison du Bassin: Man kommt zum Mittagessen und stellt irgendwann fest, dass der Nachmittag längst begonnen hat. Unter den Kiefern wird noch eine Flasche Weißwein oder Rosé geöffnet, später geht es mit dem Fahrrad zu den Austernhütten am Bassin, rechtzeitig zum Sonnenuntergang wieder zurück. So sieht ein ziemlich perfekter Tag in Cap-Ferret aus.

DZ ab ca. 185 Euro
lamaisondubassin.com