Sterneköchin Alina Meissner-Bebrout schlägt mit ihrem Restaurant ein neues Kapitel auf. Das bi:braud zieht ins frisch sanierte Maison Meissner direkt am Ulmer Münster – mit erweitertem Konzept und frischem Schwung.
Zwölf Jahre lang war das bi:braud in einer ehemaligen Metzgerei in der Ulmer Büchsengasse zu Hause. Acht Quadratmeter Küche, wenige Plätze – und trotzdem ein Michelin-Stern. Jetzt beginnt für Alina Meissner-Bebrout und ihr Team das nächste Kapitel: Seit Donnerstag, dem 6. August, empfängt das Restaurant seine Gäste im Maison Meissner, dem aufwendig sanierten ehemaligen Hotel Bäumle direkt am Ulmer Münster.

Der Umzug bedeutet vor allem eines: mehr Möglichkeiten. Die neue Küche bietet endlich den Platz, den das Team lange vermisst hat. Statt eines einzigen Gastraums gibt es mehrere Räume, eine Bar und einen begrünten Innenhof. Neu ist auch das Konzept: Neben dem Menü kann künftig erstmals à la carte bestellt werden. Wer nur auf ein Glas Wein, ein paar Snacks oder den legendären Frenchtoast mit Tatar vorbeischauen möchte, ist genauso willkommen wie Gäste, die einen langen Menüabend planen.

Was bleibt, ist die Handschrift. Alina Meissner-Bebrout, vielen auch als TV-Köchin aus Formaten wie Kitchen Impossible oder The Taste bekannt, führt die Küche weiterhin gemeinsam mit Tim Ostertag. Für die Weinbegleitung sorgt Holger Baier. Das gesamte Team ist mit umgezogen – und mit ihm die Haltung, die das bi:braud seit 2014 prägt: präzises Handwerk, regionale Produkte und Gerichte, die ohne großes Spektakel auskommen.


Ganz ohne Neuanfang geht es allerdings nicht. Michelin-Sterne sind in Deutschland an eine Adresse gebunden. Der 2023 erkochte Stern bleibt deshalb formal in der Büchsengasse zurück. Im Maison Meissner beginnt die Bewertung wieder bei null. Für Meissner-Bebrout gehört auch das zum Schritt nach vorn: Entscheidend sei nicht das Gebäude, sondern das Team und die Arbeit am Herd.

Während das Restaurant bereits öffnet, folgt das Boutique-Hotel Maison Meissner mit seinen 15 individuell gestalteten Zimmern in den kommenden Wochen. Unverändert bleibt das zweite gastronomische Standbein von Alina Meissner-Bebrout: Die Edda Brasserie, unkomplizierter Gegenpol zum Sternerestaurant an ihrem bisherigen Standort geöffnet.