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IDEAT 02/24

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Lust auf Lissabon

Es ist dieser besondere Cocktail aus überbordender Lebensfreude, Melancholie und Kreativität in den Bereichen Architektur, Kunst, Design und Gastronomie, der Portugals Hauptstadt Lissabon so begehrenswert macht. Menschen aus aller Welt finden an diesem Sonnenflecken ihr Glück.

Portugals großer Nationaldichter Fernando Pessoa mochte zeit seines Lebens nicht raus aus Lissabon. Für ihn waren die Farben der Häuser im Sonnenlicht der Inbegriff von Schönheit. Mit ihren kunstvollen Azulejo Fliesen, den prächtigen Palästen im pombalinischen Stil (benannt nach dem Marquês de Pombal, der im 17. Jahrhundert lebte), den mit schwarz-weißen Mosaiken aus Kalkstein und Basalt gep asterten Gassen und den vielen Parks strahlt die Stadt ein ganz besonderes Flair aus. 

Dazu ihr »Markenzeichen « Saudade: Die Lust am Weltschmerz dringt beim abendlichen Flanieren in Alfama oder Mouraria durch die Fenster der Fado-Lokale. Schwermütige Musik über Liebe, Sehnsucht, Glück und Unglück. Sie ist Teil der portugiesischen Alltagskultur, und auch wenn man die Texte nicht versteht,
berührt einen der tiefgreifende, von Gitarrenklängen begleitete Gesang.

Von Andrea Bierle und Anne-France Berthelon. Fotos: Michel Figuet für IDEAT

weiterlesen in IDEAT Ausgabe 05/2023 >>>

HOTELS

Palácio Príncipe Real

Palácio Príncipe Real Lissabon

Für Miles und Gail Curley war dieser Palast aus dem 19. Jahrhundert Liebe auf den ersten Blick. Sie verwandelten ihn in eine Hotelperle mit 25 Zimmern ohne übertriebene Nostalgie. So kann man im ehemaligen Ballsaal schlafen oder auch in der einstigen Küche, deren Wände mit Azulejos tapeziert sind. Toll: der Garten mit Pool!

Hotel das Amoreiras

Hotel das Amoreiras
Das »kleine Grandhotel«, wie die Eigentümer sagen, bietet den Komfort und unprätentiösen Luxus eines Landhauses im Herzen der Stadt, aber mit einer internationalen Note. Kunstwerke, schicke Möbel und Accessoires schmücken die 19 Zimmer, davon zwei Suiten. Und vor der Tür befindet sich ein wunderschöner Garten.

Memmo Alfama

Memmo Alfama

Eröffnet 2013, ist das Memmo Alfama (Mitglied der Design Hotels) auch nach zehn Jahren nochbegehrenswert: dank seiner ruhigen Lage am Ende einer Sackgasse, seiner Lounge mit Schwan- Sesseln von Arne Jacobsen und natürlich seiner
legendären Terrasse mit rotem Pool und atemberaubendem
Blick auf den Tejo. Kult!

RESTAURANTS

Prado

PRADO Restaurante - Lisboa
In diesem exzellenten Lokal mit der schlichten Einrichtung einer skandinavischen Kantine ist jede Zutat sorgfältig ausgewählt, zu 100 Prozent portugiesisch, lokal und saisonal. Chefkoch António Galapito zaubert Gerichte zum Niederknien: geräucherter roter Thunfisch, karamellisierter Fenchel, Ananas von den Azoren…fantástico!

O Frade

O Frade Lissabon

In der Nähe des MAAT und des HieronymusKlosters bietet das O Frade mit seiner uförmigen
Bar ein intimes GastroErlebnis.
Die halboffene Küche wird von einer Wand aus Azulejos eingerahmt. Hier kann man sich neben köstlichem Essen an den feinen Tropfen aus dem Weingut der Familie im Alentejo erfreuen.

Palácio do Grilo

Palacio do Grilo Lissabon

Es ist nicht nur ein Palast aus dem 18. Jahrhundert, sondern auch ein Museum, ein Restaurant, eine Bar, eine Bühne. Dahinter steckt der Pariser Theaterregisseur Julien Labrousse, der in den verschiedenen Räumen Schauspieler und Tänzer (beim Essen) auftreten lässt. Nicht nur kulinarisch ein Erlebnis!

MUSEEN UND GALERIEN

Made in Situ

Made in Situ Lissabon

Im Viertel Príncipe Real bespielt der französische Designer Noé Duchaufour-Lawrance (Foto) diesen schönen Raum sowohl als Studio wie auch als Galerie, in der er alte Handwerkstechniken neu belebt und im Projekt Made in Situ ausstellt. Nach Keramik, Kork und Azulejos sind nun Bronze und Bienenwachs an der Reihe.

Galeria Filomena Soares

Galeria Filomena Soares Lissabon

Diese 1000 Quadratmeter große Galerie, die in Beato, einem Stadtteil mit Industriebrachen und beginnender Gentrifizierung, Pionierarbeit leistet, wurde von Filomena Soares und Manuel Santos 1999 eröffnet. Sie fördern die Arbeit von aufstrebenden nationalen und internationalen Künstlern – ein fester Bestandteil der Szene.

Fondation Calouste Gulbenkian

Fondation Calouste Gulbenkian Lissabon

Es ist eines der schönsten Museen Portugals und lädt ein zu einer Reise durch 5000 Jahre Kunstgeschichte. Spannend: Zwischen dem Centro de Arte Moderna (CAM) und dem Park entsteht derzeit eine Dachkonstruktion des Architekten Kengo Kuma, der einen Dialog zwischen Gebäude und Garten schafft.

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