Berühmte Gesichter, opulente Inszenierungen und die Geschichten dahinter: Eine Ausstellung lässt eine besondere Ära der visuellen Kultur Revue passieren.
Unschuldig wie ein Lamm blickt Peter Doherty auf dem Foto von Jan Riephoff drein, das 2016 in der GQ erschien. Der britische Rockmusiker, sonst eher als „Bad Boy“ bekannt, ist eines von vielen Gesichtern der glamourösen Ära der Lifestyle-Magazine. Eine Zeit, in der Fotokünstler wie Hubertus von Hohenlohe, Esther Haase, Peter Rigaud, Simon Lohmeyer oder Paulina Hildesheim mit ihren opulenten Strecken von Musikern, Schauspielern und Models selbst wie Stars gefeiert wurden.

Nach der Station in Hamburg sind ihre Original-Prints nun in der Ausstellung „Glossy“ in Bad Gastein zu sehen. „Dieser Ort war aufgrund seiner eindrucksvollen Kulisse immer inspirierend für Fotografen und Fotografinnen und findet auch deshalb immer wieder Eingang in internationale Hochglanzmagazine“, sagt Andrea von Goetz, Gründerin und Direktorin des Kunstfestivals sommer.frische.kunst., die das Glossy-Projekt ins Salzburger Land holte.

Jedes Bild ist mit einem QR-Code versehen: Per Smartphone und Kopfhörer lassen sich Geschichten und Anekdoten aus Redaktionen, von Shootings und persönlichen Begegnungen abrufen. Kuratiert wurde die Ausstellung von David Baum, der seine persönlichen Favoriten aus drei Jahrzehnten Magazinjournalismus zusammengetragen hat und zu jedem Motiv eine Hintergrundgeschichte oder Anekdote liefert.

Zu sehen sind ikonische Aufnahmen von Matthias Schweighöfer, Udo Jürgens, Nadja Auermann, Rainer Langhans, Hildegard Knef, Kiss, Luitpold von Bayern, Udo Kier … Eine Empfehlung, denn natürlich finden wir: Print matters!