Sonnenbrille auf der Nase, Picknickkorb auf der Rückbank, das Zelt auf dem Dach. Beim zünftigen »Landrovern« durch die spektakuläre Natur der Insel Møn wird Abenteuersehnsucht gestillt.
Einfach ins Blaue fahren, hinein in die unberührte Natur, noch dazu in einem Geländewagen auf Zeit? Auf der wildromantischen Insel Møn, zwei Stunden südlich von Kopenhagen, wird das Outdoorabenteuer wahr.
Ausgangspunkt dieser »Land Rover Experience« ist das Møns Klint Resort mit seinen sternenförmigen Glamping-Zelten, Cottages und einem winzigen Boutiquehotel. Jeder Gast kann hier im gemieteten Geländewagen auf eigene Faust die Landschaft erkunden.
Sobald das Picknick aus dem Hofladen verstaut ist, graben sich die Reifen des 4×4-Offroaders, bestückt mit Dachzelt und Feuerholz, durch Sandpisten ins hügelige Gelände, die Seeluft zerzaust das Haar. Himmelsrichtung, Tempo, Fotostopps – alles liegt in der eigenen Hand. Dabei gibt es nur eine Verkehrsregel: Die zotteligen Hereford-Rinder vom Gut Klintholm haben Vorfahrt, immer!

Das erste Etappenziel ist klar: An lichten Wäldchen vorbei rumpelt der Land Rover über Wiesen in Richtung Küste, hin zu den Kreideklippen – ein UNESCO-Weltnaturerbe! Bis zu 128 Meter hoch sind die Felsen, entstanden aus Skelettresten von Algen, die hier vor über 70 Millionen Jahren existierten. Der Klippenkönig soll in einem Saal im Felsinneren residiert haben (erstklassige Lage, Majestät!).

Unterhalb der Felsen schimmert die Ostsee türkisblau. Wirklich: türkisblau! Jetzt könnte man eigentlich die Stufen zum Meer hinablaufen, wenn man nicht schon atemlos wäre vom Ausblick über die Wellen.
»Die Schönheit der Natur fordert unsere ganze Aufmerksamkeit. Es ist unmöglich, ihrer Magie zu entkommen«, schwärmt Inger Marie Scavenius, die das Glück hat, mit Mann und drei Kindern hier zu leben. »Und das ist es auch, was wir unseren Gästen ermöglichen wollen – tief in die Natur einzutauchen und aufzutanken.«
Auf der Insel Møn findet sich nicht nur »die schönste Landschaft Dänemarks«, sagt Inger Marie, sondern auch das Gut der Familie Scavenius. 1.400 Hektar Land gehören dazu: Wälder, Seen, Hügel, Wiesen voller Orchideenarten und eben das Møns Klint Resort.

Bereits in den 1950ern eröffnete die Familie hier einen Campingplatz. Mittlerweile gilt das Resort mit seinen weit verstreuten Unterkünften gilt als Synonym für Sommerfrische.
Vor allem in Zeiten, in denen vieles in Schieflage ist, macht die ursprüngliche Umgebung Kopf und Geist frei und bringt einen zum Wesentlichen zurück: zum eigenen Rhythmus und hinein in die wilde Natur.
Inger Marie und Carl Gustav Scavenius führen Klintholm, das seit 1798 in Familienbesitz ist, mit nachhaltiger Landwirtschaft, Renaturierungsprojekten sowie zeitgemäßen Tourismusideen in die Zukunft. »Wir lieben es, neue Projekte aufzubauen, Arbeitsplätze zu schaffen und Ressourcen zu überdenken«, erzählt die junge Gutsherrin.
Besonders stolz ist sie auf die neuen Dark-Sky-Suiten – stilvolle Holzbungalows mit Outdoorwannen auf der Terrasse. Und natürlich auf die »Land Rover Experience«. Inger Marie selbst steuert am liebsten den Aussichtspunkt auf dem Kongsbjerg-Hügel an, »ein geheimer Ort, der atemberaubende Blicke auf die gesamte Insel bietet«. Ihr langjähriger Mitarbeiter Morten Svarre Andersen, der die geführten Jeep-Safaris im Resort begleitet, würde sein Zelt auf den Feldern am Waldrand aufschlagen, und zwar direkt bei den gutmütigen Hereford-Rindern, verrät er.

Gäste haben die freie Wahl. Garantiert für den Schlafplatz mit Lagerfeuer ist die Alleinlage!
Und wenn die Funken verglühen und die mitgebrachten Köstlichkeiten verspeist sind, beginnt das Unbeschreibliche: Auf Møn (seit 2017 offiziell Dark Sky Park) ist die Umgebung so dunkel, der Himmel so klar, dass die gesamte Milchstraße und Millionen Sterne zu sehen sind. Es wird einem schummerig angesichts der Unendlichkeit des funkelnden Firmaments. Ein Spektakel, bei dem einem schon mal die Wünsche ausgehen können angesichts der x-ten Sternschnuppe, die hier über den Himmel flirrt.
Anschließend sorgt das Flüstern der Natur im Zweipersonenzelt auf dem Dach des Land Rovers für leise Einschlafmelodien. Die Nacht wird vermutlich nicht die längste, aber dieser Ausflug bleibt in jedem Fall unvergesslich.