Sofiane Pamart und sein Album MOVIE: Wenn Musik, Kino und Mode verschmelzen

Der französische Pianist Sofiane Pamart komponiert nicht in Tracks, sondern in Szenen. Sein viertes Album MOVIE versteht sich als Soundtrack zu einem Film, den es nicht gibt, mit vierzehn internationalen Gästen, einem großen Orchester und einer Modehaltung, die längst Teil seiner Kunst geworden ist.

Mit MOVIE, erschienen am 17. April 2026, entwirft Sofiane Pamart ein eigenes filmisches Universum. Das Werk ist als imaginärer Soundtrack zu einem Film angelegt und führt eine künstlerische Haltung weiter, in der Klang, Bild und Inszenierung untrennbar zusammengehören.

Wie das klingt, zeigt schon der Auftakt: „Sunrise in Your Eyes“ öffnet als Chopin-nahes Prélude aus filigranen Melodien, die in einen wortlosen Chor übergehen, ein Sonnenaufgang in Tönen. Von dort führt der Weg durch vierzehn internationale Gäste, die jeweils eine eigene Figur in dieses Setting einbringen. Wyclef Jean eröffnet mit erzählerischer Wucht, Celeste bringt intime Tiefe, Loreen eine entrückte Klarheit. Jimmy Butler überrascht mit einem Spoken-Word-Auftritt, seinem musikalischen Debüt. Rema, J Balvin und FKJ schreiben unterschiedliche rhythmische und klangliche Perspektiven ein; in „Cinema“ antwortet FKJ auf einem aufrechten Klavier Pamarts Flügel, die hohen Töne flirren wie Vogelgezwitscher. Christine and the Queens, SIA, RIMON, RILÈS, Melody Gardot, Oscar and the Wolf und Nelly Furtado weiten das Spektrum zwischen Introspektion, Pop, Jazz und atmosphärischer Verdichtung.

Sofiane Pamart CR 10092025 187139 Modifier
© Martin Cayssilie / Whisper Not Agency.

Getragen vom Prague Philharmonic Orchestra und einem Chor entsteht ein orchestrales Panorama, das die große Tradition der Filmmusik aufruft und sie zugleich in eine zeitgenössische, hybride Form überführt.

Pamarts Werk endet nicht beim Klang. Seine visuelle Identität ist zentraler Bestandteil der Arbeit. Seine Bühnenlooks gehören zur Sprache seiner Konzerte, bewusst komponierte visuelle Ebenen, die die Musik erweitern.

Dabei bewegt er sich zwischen den großen Häusern und einer neuen Generation unabhängiger Designern. Kooperationen mit Dior, Yves Saint Laurent, Cartier, Rolex, Louis Vuitton, Lacoste oder Drôle de Monsieur stehen neben Arbeiten mit jungen, oft nachhaltig orientierten Labels. Diese Spannung zwischen Tradition und Zukunft prägt seine visuelle Sprache.

Immer wieder integriert Pamart symbolische Codes in seine Outfits. In der Opéra Garnier trug er maßgefertigte Schuhe von Maison Felger mit dem Konzertdatum auf der Sohle, einen Umhang von Maison Mogharab als Referenz an seine Wurzeln und ein Archiv-Hemd von Ermanno Scervino, Kleidungsstücke, die nicht dekorativ, sondern erzählerisch funktionieren. Gemeinsam mit seinem Stylisten Antoine Négrevergne entwickelt er Looks, in denen Musik, Mode und Konzept verschmelzen.

Sofiane Pamart CR 18082025 184004 Modifier
© Martin CAYSSILIE.

Diese Verbindung aus klassischem Klavier, urbanen Einflüssen und High Fashion macht Pamart zu einer der eigenständigsten Figuren der zeitgenössischen Kulturlandschaft. Und MOVIE zu einem Werk, das sich nicht nur hören, sondern als Gesamtinszenierung erleben lässt.

Im Anschluss plant Pamart bereits den nächsten Schritt: Im April 2027 bespielt er das Stade de France und bringt seine cineastische Welt in monumentalem Maßstab auf die Bühne, als erster Pianist in eigenem Namen an diesem Ort.

Sofianepamart.com